Tag 31

Tag 31

Heute war nichts. Ich habe mich um meine Genesung gekümmert und dann fiel mir ein, dass ich mir in Rumänien ein Inlay provisorisch wieder eingeklebt hatte. Da sollte doch mal ein Fachmann ran, bevor die Sache auf Bali oder noch interessanter in Indien Probleme bereitet. Zahnarzt finden ist heute kein Thema mehr, ich sage nur Google. Es war gerade nichts los und so haben sich zwei sehr nette Damen sofort professionell um mich gekümmert. Inlay rauspopeln, säubern, Zahn mit dem Bohrer säubern, Inlay einkleben, Kleberreste entfernen, fertig. 17 € bar auf die Kralle und ab dafür. Über die Preise in diesem Land habe ich mich ja schon geäußert.

Danach zum Café Sal, Cappuccino im Stammgastdesign genossen und mit Pudding um die Wette gechillt. Javas, javas… Ich habe gewonnen, Pudding hat sich vor mit bewegt.

Der Hund heißt Pudding. Kein Spruch, steht auf seinem Halsband!

 

Cappuccino im Stammgastdesign für Großabnehmer. Wird dennoch nicht billiger.

 

Irgendwann zwickt der Hunger und ich raffe mich auf zum Dönermann meines Vertrauens. Ein Herr, knapp jünger als ich, spricht mich in akzentfreiem Deutsch an. Ich frage zurück „wie lange waren Sie denn in Deutschland?“ Antwort: „Fuffzehn(!) Jahre…“ Kurze Pause. „Leben Sie hier oder noch in Deutschland?“  Die Frage belegt wohl, wie weit mein Assimilierungsvorgang schon fortgeschritten ist. Klar, ich habe ja unmittelbar vorher gegen einen türkischen Straßenköter im Dauerchillen gewonnen. Ich bin ein bisschen stolz. Meine Antwort: „Ne, ne, noch in Deutschland.“ „Und wo da?“ Ich: „In Berlin.“ Er: „Da habe ich einen Cousin in Neukölln. Den Döner im Brot oder in der Rolle?“ Vertrauensbildende Maßnahme abgeschlossen, bin zum zweiten Mal hier, wird nicht das letzte Mal sein. Warum spricht ein Türke in Avsallar nach 15 Jahren in Deutschland akzentfrei und unsere eingeborenen Türken-Teenager im Wedding ein Kanack, dass es dir die Ohren sprengt? Kein Thema für diesen Blog, oder?

Die Fusseln um meinen Mund rum nerven und da mein Barttrimmer auf dem letzten Flug das Zeitliche gesegnet hat, bin ich auf fremde Hilfe angewiesen. Der Friseur in der Nachbarschaft meines Appartements wird mir vom Chef des Euro-Market (24/7), meinem Bier-Lieferanten in der Nachbarschaft, empfohlen. Der Friseur sieht aus wie der jüngere Bruder von Harald Glööckler, dem Modemenschen. Sehr geil getrimmter Vollbart und die Haare mit reichlich Haarspray auf Explosion gestylt. Mit der Schere und dem Rasiermesser hat er es aber drauf. Rasieren und Bart mit ganz sicherer Hand in Form gebracht. Hat er gut gemacht.

Akkurat!

 

Danach direkt an den Strand und den Kitsch ungebremst in die Optik fließen lassen. Es war den ganzen Tag trocken, was sogar für meine Füße gilt und es deuteten sich herzerwärmende Bilder selbst für bekennende Nicht-Romantiker an. Hier stelle ich Euch 3 Filme rein und in die Galerie jede Menge Bilder. Nach den Wetterangaben aus der Heimat würde ich das mal als Alternativprogramm zur Vorweihnachtszeit deklarieren wollen… 😉 😉

 

 

 

2 Gedanken zu „Tag 31

  1. Guido Antworten

    Moin Götz…..total akkurat…..ich hatte auf ein Bild mit einem Lächeln gehofft, damit wir alle im Zweifel die Arbeit an Deinem Inlay beurteilen können……17.-€ hört sich verdammt günstig an….herzliche Grüße von der Insel + mach bitte weiter so !!

    • GoetzWache2018 Autor des BeitragsAntworten

      Guido, es war der letzte Backenzahn oben rechts. Das erspare ich mir und Dir, da mir der Kamera drauf zu halten… 😉

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